Sturm und Drang kurz erklärt
Sturm und Drang war eine Zeit in der Literatur (ca. 1765–1785), in der junge Dichter gegen strenge Regeln und Vorschriften rebellierten. Sie wollten ihre Gefühle und ihre eigene Meinung frei ausdrücken. In ihren Geschichten und Gedichten ging es oft um starke Emotionen, Freiheit und den Kampf gegen Ungerechtigkeit. Die bekanntesten Schriftsteller waren Johann Wolfgang von Goethe (mit Die Leiden des jungen Werthers) und Friedrich Schiller (mit Die Räuber). Diese Werke zeigen junge Menschen, die sich gegen die Gesellschaft auflehnen und für ihre Träume kämpfen.Wann war Sturm und Drang?
Vielleicht hast du den Begriff "Sturm und Drang" schon einmal gehört? Dies ist die Bezeichnung einer bestimmten Epoche in der deutschen Literatur. Seinen Namen hat der Sturm und Drang von einem Schauspiel gleichen Namens, das der Dichter F. M. Klinger verfasste. Die Sturm- und Drangzeit umfasst die Zeit von 1767 bis 1785.
Was ist Sturm und Drang?
Der Sturm und Drang hat ganz viel mit der Epoche der Aufklärung zu tun. Es war eine Literatur, die vor allem von jungen Dichtern verfasst wurde und in erster Linie auch die jungen Leute ansprach. Damals war der Sturm und Drang sehr modern, da er sich auch gegen Missstände in der Gesellschaft richtete. So rebellierten die "Stürmer und Dränger", wie sie auch genannt wurden, gegen die Verhältnisse der Zeit und gegen die ständische Gesellschaftsordnung. Sie waren also Revolutionäre, auch wenn sie nur mit Worten kämpften.
Sturm und Drang Genie?
Ganz wichtig für die Epoche des Sturm und Drang wurde der Begriff des "Genies". Ein Genie benötigte keine Regeln, es war kreativ und schöpferisch tätig. So wurde zum Beispiel der englische Dichter Shakespeare (1564-1616) hoch verehrt.
Die bekanntesten Dichter des Sturm und Drang in Deutschland waren Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller. Beide schrieben viele Dramen. Das Drama war auch die bevorzugte Gattung - also literarische Ausdrucksform - des Sturm und Drang.
Die wichtigsten Werke des Sturm und Drang
Vor allem der Götz von Berlichingen und Die Leiden des jungen Werther, Werke von Johann Wolfgang von Goethe, sind dem Sturm und Drang zuzurechnen. Schillers Räuber und Kabale und Liebe gehören ebenfalls zu den wichtigen Werken der Zeit des Sturm und Drang.
- Johann Wolfgang von Goethe – Die Leiden des jungen Werthers (1774)
→ Ein junger Mann verliebt sich unglücklich und verzweifelt an der Gesellschaft. - Johann Wolfgang von Goethe – Götz von Berlichingen (1773)
→ Ein Ritter kämpft gegen die Obrigkeit und für seine persönliche Freiheit. - Friedrich Schiller – Die Räuber (1781)
→ Zwei Brüder stehen für Gerechtigkeit und Machtmissbrauch – einer als Verbrecher, der andere als Betrüger. - Jakob Michael Reinhold Lenz – Der Hofmeister (1774)
→ Kritisiert das damalige Erziehungssystem und die starren Gesellschaftsregeln. - Friedrich Maximilian Klinger – Sturm und Drang (1776)
→ Das Drama, das der ganzen Epoche ihren Namen gab, zeigt junge Menschen, die gegen Zwänge kämpfen.
Alle diese Werke haben gemeinsam, dass sie Gefühle, Freiheit und den Kampf gegen Regeln in den Mittelpunkt stellen.