Aufbau einer Burg im Mittelalter

    Aufbau einer Burg

    Wie war eine Burg aufgebaut? Was sind typische Teile einer mittelalterlichen Burg? Im Laufe der Zeit ändert sich der Aufbau einer Burg natürlich. Aber ein Turm und eine Befestigung zu ihrem Schutz gehörten schon früh zu den Elementen einer Burg.

    Anfangs war es nur ein Wall, dann ein Zaun aus Holzbrettern, ein sogenannter Palisadenzaun. Manche Burgen hatten auch einen Burggraben. Im hohen Mittelalter baute man schließlich eine hohe Mauer mit Zinnen rund um die Burg, um sie zu schützen und verteidigen zu können. Hinein in die Burg kam man nur über eine Zugbrücke.

    Eine Burg hatte auch einen Turm oder gleich mehrere. Der wichtigste Turm wird auch Bergfried genannt. Er war besonders hoch und mächtig. Im Notfall war er der letzte Rückzugsort für die Burgbewohner.

    Häufig gab es auch eine Vorburg. Sie lag vor der eigentlichen Burg, vor der Kernburg. Dort befanden sich dann die Wirtschaftsgebäude, Lagerräume und Unterkünfte für die Bediensteten.
     

    Der Palas

    Typisch für eine hochmittelalterliche Burg war der Palas. Das war das Gebäude, das zum Wohnen genutzt wurde, aber auch zum Repräsentieren. Denn im Palas befand sich die Große Halle, ein Saal. Darum wird der Palas auch Saalbau genannt. Der Palas ist rechteckig, besitzt mindestens zwei Stockwerke und hat meistens einen Keller.

    Der Palas war nicht beheizbar und wurde deswegen nur im Sommer genutzt. Die Fenster sind mit runden Bögen ausgestattet und oft in Arkaden angeordnet, also mit mehreren Rundbogenfenstern in einer Reihe. Das ist beim Palas der Wartburg auch gut zu erkennen. Der Palas besaß ein Satteldach. Einen Palas besaßen auch die Pfalzen, in denen der König sich aufhielt.
     

    Weitere Teile der Burg

    Auf dem Grundriss der Wartburg erkennst du auch einen Raum, der mit Dirnitz beschrieben ist. Das war ein beheizbarer Raum, in dem man zusammenkam oder aß. Er war also auch im Winter nutzbar. Häufig befand sich die Dirnitz im Palas unter dem Saal, also im Erdgeschoss. Beheizt wurde auch die Kemenate, denn sie besaß einen Kamin oder einen Kachelofen.

    Außerdem gab es Räume oder Gebäude für die Küche, die Vorratskammer, Ställe, Werkstätten und Gesindehäuser, wo die Dienerschaft wohnte.

    Welche Räume es noch in einer Burg gab, erfährst du unter Die Räume einer Burg!