Viele Bauern schuften für wenige Adlige

    Bauern und Vasallen

    Im Mittelalter gab es sehr viele Bauern, die für nur wenige Adlige schuften mussten. Die Gesellschaft war wie eine Pyramide aufgebaut.
     

    Bauern im Mittelalter

    Ganz unten standen die Bauern. 80 bis 90 Prozent der Menschen lebten als Bauern. Die besaßen kaum Rechte und lebten in Armut. Nicht einmal das Land, das sie bestellten, gehörte ihnen! Sie wurden auf das Land gesetzt und mussten es zwangsweise bewirtschaften. Von der Ernte mussten die Bauern jedes Jahr einen großen Teil an die Ritter und Mönche abgeben, die ihnen das Land zur Bewirtschaftng gaben.
     

    Vasallen: Kronvasallen und Untervasallen

    Diese Ritter und Mönche nennt man auch Untervasallen. Das Land, das sie an die Bauern zur Bewirtschaftung gaben, war ihnen selbst geliehen worden - von den Kronvasallen nämlich. Dafür zogen die Ritter in die Schlacht und kämpften für ihren Herrn. Die Mönche beteten für das Seelenheil und hielten das Klosterleben am Laufen.

    Die Kronvasallen unterstanden dem König. Kronvasallen sind Herzöge, Grafen, Bischöfe und Äbte. Sie gehörten dem Adel an. Weltliche Kronvasallen wie die Herzöge unterstützten den König bei Kriegen mit ihrem Heer. Geistliche Kronvasallen wie die Bischöfe waren wie die Mönche für das geistliche Heil zuständig, konnten aber auch Krieger für den König stellen. Sie hatten oft eine Zwischenposition zwischen weltlichem und geistlichem Fürsten inne. Die Kronvasallen nennt man auch Reichsfürsten.

    Das ganze System bestand aus Nehmen und Geben. Man nennt es auch das Lehnswesen, Lehnssystem oder Feudalsystem. Ein Vasall war selbst frei, stand aber in einem Schutzverhältnis zu seinem Schutzherrn. Ihm musste der Vasall gehorchen und dienen.

     

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