Zeitstrahl

    Deutscher Thronstreit

    von 1198 bis 1218

    Staufer und Welfen streiten um den Thron

    Nach dem Tod Heinrichs VI. im Jahr 1197 kam es 1198 zur Doppelwahl: Die Staufer wählten Heinrichs Bruder Philipp von Schwaben zum König, ihre ewigen Widersacher, die Welfen, aber wählten Otto von Braunschweig. Es war also ein Streit der Staufer und Welfen um den deutschen Thron.

    Philipp war der Bruder des plötzlich und jung verstorbenen Kaisers Heinrich VI. Dessen Sohn Friedrich (der spätere Friedrich II.) war erst 2 Jahre alt.

    Philipps Krönung fand zwar mit den Reichsinsignien statt, aber nicht am eigentlichen Krönungsort in Aachen und nicht durch den richtigen Erzbischof. Diese Vorteile hatte Otto von Braunschweig - dafür aber nicht die Reichsinsignien. Beide Krönungen fanden also nicht ordnungsgemäß statt.

    Im gleichen Jahr - 1198 - wurde Innozenz III. Papst. Er strebte danach, die Macht des Papstes über die weltliche Macht des Kaisers zu stellen. Er griff 1202 in den deutschen Thronstreit ein und entschied sich für Otto.
     

    Ermordung von Philipp von Schwaben

    Allerdings konnte Philipp sich allmählich durchsetzen, Otto unterlag. Philipp wurde noch einmal gekrönt - diesmal am richtigen Ort und vom richtigen Mann. Im Jahre 1208 wurde Philippdann aber ermordet. Er hatte keine männlichen Nachkommen.

    So konnte sich Otto von Braunschweig nun doch noch durchsetzen. Er stellte sich jedoch nach seiner Krönung nun gegen Papst Innozenz III., der Mittelitalien und Sizilien für die Kirche beanspruchte. Der Papst schwenkte um und förderte nun den Staufer Friedrich II.

    1212 wurde Friedrich zum König gewählt und gekrönt. Friedrich erkannte alle Forderungen des Papstes an. Dazu gehörten die freie Bischofswahl, die Hilfe bei der Verfolgung von Ketzern und die Anerkennung der päpstlichen Hoheit in Mittelitalien und Sizilien.

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