Zeitstrahl

    Konrad II.

    von 1024 bis 1039

    Wer war Konrad II.?

    Konrad II. (geb. um 990) folgte dem kinderlosen Ottonen Heinrich II. im Jahr 1024 auf den Thron des Ostfrankenreiches. Damit begründete er eine neue Dynastie, die der Salier. Konrad war der Sohn von Heinrich von Worms, dem Herzog von Kärnten, und Adelheid von Metz.

    1024 wurde Konrad II. in Mainz vom Erzbischof gekrönt. Ein Skandal war, dass seine Ehefrau Gisela nicht mit Konrad gekrönt wurde, sondern erst zwei Wochen später durch den Erzbischof von Köln.

    Wie sein Vorgänger begab sich Konrad II. auf einen Königsumritt. Das war auch deshalb wichtig, weil nicht alle im Reich für ihn als König waren. Nach Italien kam er erst 1027, wo er sich dann zum Kaiser krönen ließ. Die Kaiserkrönung war besonders glanzvoll.
     

    Wie regierte Konrad II.?

    Konrad festigte seine Herrschaft durch mehrere Maßnahmen. So setzte er im Jahr 1027 seinen Sohn, den späteren Heinrich III., als Herzog von Bayern ein, nachdem der dortige Herzog verstorben war. Aber Heinrich war noch ein Kind und noch dazu kein Bayer. Doch Konrads Herrschaft war inzwischen so gefestigt, dass man ihn gewähren ließ.

    1038 übernahm Heinrich auch das Herzogtum Schwaben. Unter Konrad II. und unter seinem Sohn Heinrich III. wurde die Macht des Königs so immer weiter gefestigt. Die Wiedereinsetzung von Herrschern nach einem Konflikt, wenn diese sich unterworfen hatten, wurde nun nicht mehr praktiziert.

    Er setzte sich auch gegen Adalbert von Kärnten durch. Kärnten wurde später ebenfalls von Konrads Sohn übernommen. Auch Burgund wurde nun dem Reich einverleibt, was Heinrich II. schon in die Wege geleitet hatte. Konrad eroberte außerdem die Lausitz von Polen zurück. Auch in Böhmen musste sich der dortige Herzog unterwerfen. So schaffte es Konrad, die Macht in Händen des Kaisers zu bündeln, indem er die Herzogtümer unter seine Kontrolle brachte.

    Unter Konrad wurde ein 40 Jahre langer Streit um das Kloster Gandersheim beigelegt, das nun beim Bistum Hildesheim verblieb.

    Konrad förderte Speyer, indem er dort 1025 den Bau des Speyerer Doms beginnen ließ. Dort wurde er nach seinem Tod 1039 beigesetzt. Der Übergang der Herrschaft auf seinen Sohn Heinrich III. aus der Ehe mit Gisela von Schwaben erfolgte nach vielen schwierigen Thronwechseln erstmals problemlos.

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