Wer war Otto III.?
Beim Tod von Kaiser Otto II. im Jahre 983 war sein Sohn erst 3 Jahre alt. Dennoch wurde er als Otto III. zum König des Heiligen Römischen Reiches gewählt. Er wurde der vierte Herrscher aus der Familie der Ottonen.
Seine Mutter Theophanu und seine Großmutter Adelheid waren es jedoch, die die Amtsgeschäfte für den unmündigen König übernahmen. Die Bemühungen des nächsten männlichen Verwandten, Heinrich dem Zänker, Herzog von Bayern, den Thron zu besteigen, scheiterten. Er erhielt keine Unterstützung aus Sachsen und Franken.
So regierte zunächst Theophanu, indem sie die Amtsgeschäfte des jungen Königs übernahm. Nach Theophanus Tod 991 übernahm Adelheid die Aufgabe der Herrschaft. Die beiden Kaiserinnen sicherten den Frieden im Reich, auch wenn ein erneuter Zug gegen die Slawen im Osten keinen Erfolg brachte.
Langsam gingen die Regierungsgeschäfte dann auf Otto über. Wann genau, weiß man nicht, aber im Jahr 994 traf Otto III. schon eigenständige Entscheidungen - mit 14 Jahren. Züge gegen die Slawen setzte auch er fort.
Kaiser Otto III.
996, also mit auch erst 16 Jahren, wurde Otto dann zum Kaiser gekrönt. Die Kaiserkrönung nahm Papst Gregor V. vor, der von Otto selbst kurz zuvor zum Papst erhoben worden war.
Gregor V. war mit Otto verwandt und hieß zuvor Bruno von Kärnten. Der römische Stadtadel war mit diesem Papst nicht einverstanden und setzte einen Gegenpapst ein. Doch am Ende setzte sich Otto III. durch und Gregor blieb bis zu seinem frühen Tod im Jahr 999 Papst. Erneut setzte Otto III. einen Vertrauten zum Papst ein (Silvester II.). Auch das führte wieder zu Widerstand in Rom.
Während seiner Regierungszeit hielt Otto sich viel in Italien auf. Er versuchte, vor allem Rom und den Papst an sich zu binden. Bei einem Besuch in Polen erhob Otto den Herzog von Polen Boleslaw im Rang, krönte ihn vielleicht sogar zum König.
Im Januar 1002 verstarb Otto nach heftigen Fieberanfällen. Er war erst 22 Jahre alt und hinterließ keine Nachkommen. Otto III. wurde in Aachen beigesetzt. Zu seinem Nachfolger wurde schließlich Heinrich II., der Herzog von Bayern.