Zeitstrahl

    Otto II.

    von 973 bis 983

    Wer war Otto II.?

    Otto II. wurde 955 geboren. Beim Tod seines Vaters Otto I. (973) war er also erst 18 Jahre alt. Dennoch trat er erfolgreich dessen Nachfolge an. Er wurde zum dritten Herrscher aus der Familie der Ottonen. Schon im Alter von 6 Jahren war Otto II. von seinem Vater zum Mitkönig ernannt worden, mit 12 Jahren zum Mitkaiser. Das war ungewöhnlich. Otto I. wollte so wohl seine Nachfolge sichern.

    Die Herrschaft von Otto dem Zweiten sollte jedoch nur 10 Jahre dauern. Schon 983 starb Otto im Alter von 28 Jahren an Malaria. Er hinterließ einen erst 3-jährigen Nachfolger: Otto III.
     

    Theophanu - Frau von Otto II.

    Noch unter dem Einfluss seines Vaters hatte Otto II. Theophanu geheiratet. Sie war die Nichte des oströmischen Kaisers und somit eine byzantinische Prinzessin. Das westliche Kaisertum wurde somit von Byzanz anerkannt.

    Theophanu wurde als Frau des einen (Otto II.) und Mutter des anderen (Otto III.) deutsch-römischen Kaisers zu einer der einflussreichsten Herrscherinnen des Mittelalters. Der Thronfolger wurde im Jahr 980 nach drei Töchtern geboren.
     

    Regentschaft Otto II.

    Unter der Regentschaft Ottos II. gab es einige Konflikte und Kämpfe. Denn seine Herrschaft wurde nicht überall reibungslos anerkannt.

    In Bayern lehnte sich Ottos Cousin, Heinrich der Zänker, immer wieder gegen den Kaiser auf. Am Ende konnte sich Otto aber hier durchsetzen.

    Gegen die Dänen unter Harald Blauzahn, in Böhmen und Westfranken, mit der Republik Venedig und gegen die Sarazenen sowie die Slawen kam es zu Auseinandersetzungen.

    Gegen die Sarazenen, die aus dem Norden der Arabischen Halbinsel kamen und nach Süditalien einfielen (das im Besitz von Byzanz war), erlitt Otto 982 eine schmähliche Niederlage und musste unter dramatischen Umständen fliehen. Das stürzte das Reich in eine Krise.

    Die Bemühungen, die Slawen zu unterwerfen und zu christianisieren, blieben mit dem Slawenaufstand von 983 erfolglos.

    Otto förderte das Mönchtum und die Klöster. Er machte einige bedeutende Mönche zu seinen Beratern, gründete neue Klöster und stattete Klöster mit Grundbesitz aus.

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