Was sind Latifundien?

    Latifundium - Latifundien

    Ein Latifundium ist ein großes Landgut im Römischen Reich. Die Mehrzahl heißt auf Latein Latifundia, im Deutschen sprechen wir von Latifundien. Latus bedeutet im Lateinischen weiträumig, Fundus ist das Grundstück.

    Damit ein Landgut als Latifundium bezeichnet werden durfte, musste es mindestens 125 Hektar groß sein. Oder wie die Römer sagten: 500 iugera. Das war in etwa so viel wie 175 Fußballfelder groß sind!

    Insbesondere nach dem Zweiten Punischen Krieg gab es im Römischen Reich immer mehr solcher Latifundien. Das lag daran, dass die Kleinbauern für Rom in den Krieg ziehen mussten und so ihr Land nicht mehr beackern konnten. Sie verarmten. Auf der Suche nach Arbeit zogen viele von ihnen in die Städte.

    Reiche Römer nahmen sich das Land und vergrößerten ihre Landgüter immer weiter. Es gab also immer weniger kleine Betriebe. Die Landbesitzer verpachteten nun ihr Land an einen Großpächter. Der ließ dann vor allem Sklaven auf dem Land arbeiten. Das war billig.

    Zu einem Latifundium gehörte als Gutshof eine Villa rustica. Die Latifundien versorgten die Bewohner der Villa und ihre Arbeiter mit Nahrung. Außerdem wurde für die nächste Stadt produziert. Je nach Lage konnte das dann Getreide sein, aber auch Olivenöl, Gemüse, Obst, Wein oder Fleisch.