Handelswege: Zu Land und zu Wasser

    Handelswege der Römer: Straßen

    Die Waren, die gehandelt wurden, mussten natürlich irgendwie transportiert werden. Dies geschah zu Lande und zu Wasser. So baute man im ganzen Reich Straßen. Das gesamte Straßennetz im Römischen Reich umfasste rund 100.000 Kilometer. Im Unterschied zu einfachen Wegen, die matschig und somit schwer passierbar wurden, bauten die Römer Straßen aus Stein.

    Eigentlich waren diese Römerstraßen vor allem für das schnelle Voranschreiten der Soldaten gedacht. Doch auch für den Handel waren sie natürlich von Bedeutung. Auf ihnen zog man Wagen und Karren. Esel halfen dabei. In unregelmäßigen Abständen gaben Meilensteine Auskunft über die Entfernung zur nächsten Stadt.

    Römisches Straßennetz

    Manche Dinge kamen von weit her und wurden über weite Strecken über Straßen transportiert. So kam etwa die Seide aus China über die Seidenstraße. Auch Gold, Edelsteine, Glas und Gewürze wurden über diese Route in den Westen gebracht. Erst ab Tyros (heute im Libanon) oder Antiochia (heute in der Türkei) wurden die Waren auf Schiffe umgeladen. Wie groß das römische Straßennetz war, kannst du auf der Karte gut sehen. Straße heißt auf Latein übrigens Via.

    Seewege für den Transport

    Auf Schiffen konnte man viel mehr Waren auf einmal transportieren als auf Karren über die Straßen. Schneller ging es auch. Und so wurde viel über das Meer transportiert.

    Für große Schiffe war der Tiber dann aber zu klein. Mit ihnen kam man nicht bis nach Rom. Darum baute man an der Tibermündung zum Meer einen Hafen für Rom: Ostia. Dort kam die Ware, vor allem das Getreide, also auf dem Seeweg an. Es wurde dann auf kleineren Schiffen oder über Land nach Rom gebracht.

    Römisches Handelsschiff

    Römische Handelsschiffe fuhren über das gesamte Mittelmeer und über den Rhein und die Rhone. Aus Britannien wurde Zinn herbeigeschafft, aus Gallien Wein, aus Afrika wilde Tiere für die Arena. Auch aus Indien fuhren Schiffe nach Rom.

    Das typische römische Handelsschiff hieß Corbita. Es war aus Holz gebaut und besaß in der Mitte einen Mast mit einem viereckigen Segel, einem Sprietsegel. Mit einem Ruder am Heck wurde das Schiff gesteuert. Die Ladung wurde im Schiffsrumpf untergebracht. Es gab auch spezielle Schiffe für den Transport von Marmor, Weinfässer oder Getreide.

    Die meisten Schiffe fuhren nur mit Wind, denn man wollte die Ruderer sparen, um mehr Platz für die Waren zu haben. Das hatte aber natürlich Nachteile, wenn kein Wind blies.

    Vor allem in der Zeit der Republik waren auch Piraten ein Problem. Sie griffen die Handelsschiffe an und brachten die Waren in ihren Besitz.