Römische Buchstaben
Wer handeln will, muss lesen, schreiben und rechnen können. Sonst kann man ja nicht ausrechnen, wie viel man bezahlen muss! Man musste also im Römischen Reich Latein lesen können und dafür musste man die römischen Buchstaben kennen.
Das römische Alphabet entwickelte sich aus dem Griechischen. Später wurde es in viele Sprachen übertragen, auch bei uns. Unser Alphabet ist also das lateinische! Es bestand ursprünglich aus 22 Buchstaben, weil man I und J nicht unterschied, genauso wie U und V. Außerdem gab es kein W und kein Y.
Die Zahlen der Römer

Ihre Zahlen brauchten die Römer ebenfalls, wenn sie Kaufleute waren. Man musste zum Beispiel Preise oder Gewichte und andere Maße aufschreiben können. Und auch beim Bezahlen war es wichtig, rechnen zu können.
So sehen die römischen Zahlen aus:
I = 1, II = 2, III = 3, IV = 4, V = 5
VI = 6, VII = 7, VIII = 8, IX = 9, X = 10
L = 50, C = 100, D = 500, M = 1000
Steht eine kleinere Zahl vor einer größeren, muss man sie also abziehen. Steht die I zum Beispiel vor der X, bedeutet das: 10 - 1 = 9.
Rechnen bei den Römern
Mit den römischen Zahlen lässt sich allerdings nicht besonders gut rechnen. Dafür benutzten die Römer neben ihren Fingern auch Zählsteine oder einen Abakus. Ein Zählstein wurde Calculus genannt. Das war zum Beispiel ein kleiner Kieselstein. Solche Calculi wurden auch auf einen Abakus gesteckt. Das ist eine Art Rechenbrett mit verschiebbaren Kugeln. Wer das nicht hatte, konnte auch Linien zeichnen. Bei diesem Rechnen auf Linien wurden dann Zählsteine auf oder zwischen die Linien gelegt.
Die Zahlen, die wir benutzen, haben wir nicht von den Römern übernommen. Sie sind arabischen Ursprungs. Trotzdem sieht man immer mal wieder römische Zahlen und es ist gut zu wissen, wie man sie liest. Zum Beispiel gibt es Uhren mit einem Ziffernblatt aus römischen Zahlen oder Jahreszahlen werden mit ihnen geschrieben.