Wer war Sallust?

Sallust war ein römischer Politiker und Geschichtsschreiber. Er war ein Zeitgenosse von Cäsar, mit dem er auch befreundet war.
Sallust hieß mit ganzem Namen Gaius Sallustius Crispus. Er wurde 86 v. Chr. geboren und starb 35 oder 34 v. Chr. Er kam aus Amiternum, einer Stadt etwa 120 Kilometer nordöstlich von Rom. Seine Familie gehörte dem Ritterstand an. Schon als junger Mann ging Sallust nach Rom und schlug dort eine politische Karriere ein. Er begab sich auf die römische Ämterlaufbahn und wurde zunächst Quästor, dann Volkstribun.
Im Senat schlug er sich auf die Seite der Popularen. Die waren die Gegner der Optimaten, die sich auf den Senat stützten und republikanisch gesinnt waren. Die Popularen hingen strebten nach eigener Macht. Auch Cäsar war einer der Popularen. Sallust wurde zwischenzeitlich aus dem Senat geworfen, womöglich wegen seiner Freundschaft zu Cäsar, aber wohl auch wegen anderen Fehlverhaltens. Er konnte aber zurückkehren.
Im Bürgerkrieg Cäsars gegen Pompeius kämpfte Sallust an Cäsars Seite. 46 v. Chr. siegte Cäsar in Nordafrika und machte Sallust zum Statthalter der Provinz Africa Nova. Dort raubte er sich riesige Reichtümer zusammen. Er sollte sogar wegen Ausbeutung im Amt angeklagt werden, doch Cäsar konnte das verhindern. So konnte er sich nach seiner Rückkehr nach Rom große Anwesen kaufen.
Nach Cäsars Tod 44 v. Chr. zog Sallust sich dorthin zurück. Er widmete sich nun der Geschichtsschreibung. Typisch für seinen Stil sind kurze Darstellungen und altertümliche Ausdrucksweisen.
Werke von Sallust
Sein erstes und bekanntestes Werk ist De coniuratione Catilinae: Über die Verschwörung des Catilina. Der Senator Catilina hatte im Jahr 63 v. Chr. mit mehreren Mitstreitern versucht, die Macht an sich zu reißen. Diesen Umsturzversuch deckte Cicero auf. Sallust vergleicht in seinem Text auch Cäsar und seinen Gegner Cato.
Sallust schrieb außerdem über den Jugurthinischen Krieg (111-105 v. Chr.) gegen Numidien in Nordafrika, Briefe und eine Schmährede auf Cicero. In den nur in wenigen Teilen erhaltenen Historiae beschreibt er die römische Geschichte aus den Jahren 78 v. Chr. bis 67 v. Chr.